PRAXISWISSEN
GOZ, BEMA und warum die Zukunft der Praxis nicht nur am Behandlungsstuhl entschieden wird
Steigende Personal- und Laborkosten, zunehmender Fachkräftemangel und ein wachsender administrativer Aufwand stellen Zahnarztpraxen vor immer größere Herausforderungen. Gleichzeitig werden die wirtschaftlichen Spielräume innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung enger. Für viele Praxen wird deshalb die Frage immer wichtiger: Wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit sichern, ohne die Patientenversorgung zu beeinträchtigen?
Die Antwort liegt oft dort, wo täglich hohe Potenziale verloren gehen: in der Abrechnung.
BEMA und GOZ: Zwei Welten der Zahnmedizin
Die zahnärztliche Vergütung basiert in Deutschland auf zwei unterschiedlichen Systemen.
Der BEMA bildet die Grundlage der vertragszahnärztlichen Versorgung und regelt die Abrechnung gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen. Grundlage ist das Wirtschaftlichkeitsgebot des § 12 SGB V: Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.
Die GOZ hingegen regelt die Vergütung privatzahnärztlicher Leistungen und individueller Behandlungskonzepte. Sie ermöglicht die Abrechnung von Leistungen, die über die reine Regelversorgung hinausgehen und dem Patienten zusätzliche medizinische oder ästhetische Mehrwerte bieten.
GKV-Patient bedeutet nicht automatisch nur BEMA
Ein weit verbreiteter Irrtum lautet, dass gesetzlich versicherte Patienten ausschließlich Kassenleistungen erhalten dürfen.
Tatsächlich können auch GKV-Patienten privat liquidierte Leistungen in Anspruch nehmen, wenn diese nicht Bestandteil der vertragszahnärztlichen Versorgung sind oder über die ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung hinausgehen. Voraussetzung ist eine schriftliche Vereinbarung nach § 8 Abs. 7 BMV-Z vor Behandlungsbeginn.
Typische Beispiele sind:
- Implantatversorgungen
- hochwertige Wurzelkanalbehandlungen außerhalb der BEMA-Richtlinien
- Bleaching und ästhetische Zahnmedizin
- professionelle Zahnreinigungen
- moderne Diagnostik- und Behandlungsmethoden außerhalb des GKV-Leistungskatalogs
Für viele Praxen liegt genau hier ein erheblicher Teil ihres wirtschaftlichen Potenzials.
Warum Privatliquidation künftig noch wichtiger wird
Die Finanzierung des Gesundheitssystems steht zunehmend unter Druck. Gleichzeitig steigen Personal-, Material-, Energie- und Laborkosten kontinuierlich an. Die wirtschaftliche Steuerung der Praxis gewinnt dadurch weiter an Bedeutung. Auch interne Analysen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zeigen, dass Vergütungsentwicklung und Wirtschaftlichkeit künftig noch stärker in den Fokus rücken werden.
Wer das Zusammenspiel von BEMA, GOZ, Mehrkostenvereinbarungen und Privatbehandlungen beherrscht, schafft sich zusätzliche wirtschaftliche Spielräume und erhöht gleichzeitig die Therapiefreiheit.
Das eigentliche Problem vieler Praxen: Die Abrechnung hängt an einer Person
In zahlreichen Praxen ist die gesamte Abrechnung an eine einzelne ZMV oder Abrechnungskraft gebunden.
Solange alles funktioniert, fällt das kaum auf.
Doch Krankheit, Urlaub, Elternzeit oder ein Arbeitgeberwechsel können innerhalb weniger Tage zu erheblichen Problemen führen:
- HKPs bleiben liegen
- Rechnungen werden verspätet erstellt
- Honorare fließen später zu
- Abrechnungspotenziale bleiben ungenutzt
- Das Praxisteam wird zusätzlich belastet
Aus einer Personalfrage wird schnell ein Liquiditätsproblem.
Abrechnung as a Service: Mehr als nur Outsourcing
Genau hier setzt ein externer Abrechnungsservice an.
Er übernimmt nicht nur operative Tätigkeiten, sondern sorgt dafür, dass die Praxis unabhängig von personellen Engpässen handlungsfähig bleibt.
Die Vorteile:
✔ Sicherstellung der Abrechnung auch bei Krankheit oder Ausfall von Mitarbeitern
✔ Weniger Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen
✔ Höhere Prozess- und Vertretungssicherheit
✔ Fachwissen zu GOZ, BEMA, Mehrkostenvereinbarungen und Privatliquidation
✔ Kontinuierliche Weiterbildung ohne eigene Schulungsaufwände
✔ Fristgerechte Rechnungsstellung und stabile Liquiditätsprozesse
✔ Entlastung des Praxisteams von administrativen Aufgaben
✔ Zusätzliche Umsatzpotenziale durch den Blick externer Spezialisten
Insbesondere der externe Blick führt häufig dazu, dass bislang nicht ausgeschöpfte Abrechnungsmöglichkeiten erkannt werden. Wer täglich hunderte Behandlungsfälle prüft, entdeckt Potenziale, die im stressigen Praxisalltag leicht übersehen werden.
Die Health AG: Factoringpartner, Servicedienstleister und Feuerwehr der Praxis
Für uns bedeutet Factoring deshalb weit mehr als die Auszahlung von Rechnungen.
Die Health AG versteht sich als Partner, der Zahnärztinnen und Zahnärzte administrativ entlastet und ihnen den Rücken für ihre eigentliche Aufgabe freihält: die Behandlung ihrer Patienten.
Wir sichern Liquidität.
Wir unterstützen bei der Abrechnung.
Wir helfen bei personellen Engpässen.
Und wir springen ein, wenn es in der Praxis organisatorisch brennt.
Ob Urlaubsvertretung, krankheitsbedingter Ausfall, Unterstützung bei HKPs, Privatabrechnung, GOZ-Optimierung oder die kurzfristige Stabilisierung von Prozessen: Wir verstehen uns als Servicedienstleister und im Zweifel auch als Feuerwehr, wenn schnelle Unterstützung benötigt wird.
Denn moderne Praxen brauchen heute mehr als einen Finanzdienstleister. Sie brauchen einen Partner, der die administrativen Herausforderungen des Praxisalltags kennt und aktiv mit löst.
Fazit
Die Zukunft erfolgreicher Zahnarztpraxen entscheidet sich nicht allein in der Behandlung, sondern zunehmend auch in den Prozessen dahinter.
Wer BEMA und GOZ strategisch nutzt, Privatliquidation konsequent einsetzt und gleichzeitig auf professionelle Unterstützung in der Abrechnung setzt, schafft die Grundlage für:
✔ wirtschaftliche Stabilität
✔ sichere Liquidität
✔ organisatorische Resilienz
✔ höhere Honorarpotenziale
✔ mehr Zeit für Patienten
Die beste Abrechnung ist nicht diejenige, die gerade noch funktioniert. Sondern diejenige, die auch dann funktioniert, wenn die Praxis sie am dringendsten braucht.
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